Asım Bezirci zeichnet den Lebensweg des wohl bekanntesten türkischen Dichters nach: von den nationalistischen ersten Versen des Gymnasiasten aus gutbürgerlichem Hause, der sich bald zu Fuß auf den Weg macht, um sich den kemalistischen Befreiungsarmeen anzuschließen bis zum Kommunisten und Avantgardisten, der für seine Überzeugungen ins Gefängnis und Exil ging, ausgebürgert wurde, dessen Verse in aller Munde waren und zu Volksliedern wurden.
Bezirci lässt an einem bewegenden Leben in einer bewegten Zeit teilhaben und liefert einen fundierten Zugang zu den Gedichten und den Umständen ihrer Entstehung. Weggefährten, Freunde und Feinde kommen zu Wort, in einem Lang­interview erläutert Hikmet selbst seine 
Poetik. Zudem enthält der Band viele bislang unveröffentlichte Gedichte. Ohne die Studie Asım Bezircis bliebe die Literaturgeschichte der Avantgarde des 20. Jahrhunderts lückenhaft. Sie ergänzt die dreibändige, überarbeitete Neuauflage der Gedichte Nâzım Hikmets.