Sex, Drugs & Islam

Käptn Meto auf Kaperfahrt durch den Ozean Istanbul. Käptn Meto, Herr der schicken Wagen, Bändiger der 8-Zylinder, strandet in der harten Realität. Meto verweigert sich der selbstzerstörerischen Beziehung zu Sevda, der reichen, verwöhnten Frau aus dem morbiden Istanbuler Großbürgertum. Sevda rächt sich an ihrem Spielzeug. Käptn Meto, der Herzensbrecher, findet sich wieder im Knast. Erneut geht er auf eine Reise, auf einen mystischen Pfad. Und draußen vor dem Gefängnistor wartet der rotweiße Malibu. Lass den Motor an!

Während Orhan Pamuk sich einem melancholischen Erinnern an ein vergangenes Istanbul hingibt, feiert Metin Kaçan das Scheitern im Hier und Jetzt. Tragik und Komik sind ein bizarres Zwillingspaar. Die Sinnsuche in einer zerfallenden Gesellschaft, der Wahnwitz der Postmoderne, die Paranoia des Bürgertums, die Verheißungen des Konsumismus – der Orient dreht auf. Türkischer Metrobeat und überdimensionierte amerikanische Benzinkutschen tanzen auf den Straßen des wuchernden Molochs Istanbul. Metin Kaçan lacht den jammerlappigen Kulturpessimisten ins Gesicht. Punkrock vom Feinsten.

»Die Namen, die in diesem Buch vorkommen, sind der Phantasie entsprungen, und der Inhalt des Buches ist eine Fiktion.
Wenn Sie mich fragen, sind die Fiktionen das eigentlich Wahre! Wie dem auch sei, ich habe tatsächlich Freunde: den lieben Levent Erseven – er ist ein guter Mann. Mehmet Fahrettin hingegen ist ein schöner Mensch. Frau Nur Gürkan ist eine gutherzige Dame, die alle tausendundeins schön duftenden Winde streicheln. Ohne die Schönste aller Schönen, Solmaz, ohne Yasemin, Fatih und Hasan, ohne Ali Kaçan, der immerwährend
im schönsten Winkel meines Herzens fortlebt, zu erwähnen, ginge es einfach nicht, dürfte es nicht. Für meine Lehrmeister Aykut Değer, Orhan Martı
und Numan Baykal. Und für die Kameraden Medet Kerpeten und Korsan Cevdet mit meiner vorzüglichen Hochachtung.

Und all den Hunderten von Menschen, die sich um dieses Buch und um mich bemüht haben, ohne daß ich ihre Namen hier erwähnen kann, flüstere ich als angenehmen Laut in die Ohren: Dreh dir ’n Joint!«